Drei Fragen an Angela Falkenhahn (SPD)

Angela Falkenhahn ist die einzige Landratskandidatin für Miesbach. Auch sie will bezahlbaren Wohnraum, eine schnellere Verwaltung und ein Landkreis, der näher an den Menschen ist. Falkenhahn erklärt im Interview, woran sie sich am Ende ihrer Amtszeit messen lassen würde und was sie als Quereinsteigerin auszeichnet.

Von: Redaktion | Veröffentlicht am 6. März 2026

Die Frau mit den roten Turnschuhen schlägt sich wacker auf dem Podium im Waitzinger Keller: Foto: Julia Jäckel


TW: Was ist aus deiner Sicht die dringendste Aufgabe für den Landkreis in den kommenden sechs Jahren?

Wenn man die Entwicklungen im Landkreis Miesbach zusammennimmt, verdichtet sich vieles auf eine zentrale Aufgabe: Bezahlbaren Wohnraum schaffen – und damit die soziale Balance im Landkreis sichern. Warum das so dringend ist: Der Wohnungsmarkt ist der Punkt, an dem gerade alles zusammenläuft. Pflegekräfte finden keine Wohnung, Auszubildende pendeln stundenlang oder gehen ganz weg, junge Familien finden keinen Einstieg, ältere Menschen nichts Passendes zum Verkleinern.

Gleichzeitig steigen die Preise weiter, während Flächen knapp sind. Das hat Folgen für fast alle Bereiche: In der Wirtschaft fehlen Fachkräfte; im Ehrenamt und in den Vereinen bleibt der Nachwuchs aus.

Deshalb ist Wohnen kein Einzelthema, sondern der Schlüssel für vieles andere. Was daraus konkret folgt: Es braucht einen aktiven, gestaltenden Landkreis, nicht nur Verwaltung. Zum Beispiel: • ein kommunales Wohnungsunternehmen gemeinsam mit Gemeinden und Partnern.

TW: Woran möchtest du dich am Ende deiner Amtszeit konkret messen lassen?

Ich möchte daran gemessen werden, ob sich das Leben im Landkreis für die Menschen spürbar verbessert hat: mehr bezahlbarer Wohnraum, verlässliche Mobilität und eine starke soziale Infrastruktur.

TW: Kritiker führen an, dass Verwaltungserfahrung und Kenntnis bestehender Prozesse für das Amt der Landrätin entscheidend seien. Wie bereitest du dich auf diese Verantwortung vor – und worin siehst du gerade als politische Quereinsteigerin deine Stärke?

Ich nehme den Punkt ernst – Verwaltungserfahrung ist wichtig. Gleichzeitig geht es im Amt der Landrätin nicht nur um Verwaltung, sondern vor allem um Führung, Prioritäten setzen und Entscheidungen treffen. Ich bereite mich intensiv vor: durch enge Gespräche mit Fachleuten aus der Verwaltung, Einblicke in Abläufe, den Austausch mit Bürgermeistern und durch meine langjährige Arbeit im Gemeinderat und in verschiedenen Gremien.

Meine Stärke als Quereinsteigerin ist der unvoreingenommene Blick von außen: Ich hinterfrage eingefahrene Strukturen, bringe neue Ideen ein und bin sehr nah an den Menschen im Landkreis. Genau diese Verbindung aus Zuhören, Gestalten und Entscheiden braucht es jetzt. 

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