Drei Fragen an Yvonne Kurz zum Volksfest Gmund
Zwischen Festzelt, Familienbetrieb und Frühschoppen: Im Gespräch erzählt Yvonne Kurz, warum am Muttertag plötzlich 400 Aperol Spritz über den Tresen gingen — und weshalb sie ihre Preise trotzdem nicht erhöht haben. Außerdem geht es um Zusammenhalt, drei Generationen im Einsatz und die Frage, wie das erste Volksfest in Gmund für sie lief.
Von: Redaktion| Veröffentlicht am 14. Mai 2026

Eure Tochter Christina hat am Muttertag-Sonntag mitgezählt — wie viele Aperol Spritz gehen über den Tresen, wenn man die Mütter aufs Haus einlädt?
Knapp 400. Die Idee mit dem Aperol für die Mamas war von meinem Mann — und nein, bereut hat er’s nicht, auch wenn’s am Ende viel mehr wurden, als irgendjemand gedacht hätte. Unsere Christina stand hinter dem Tresen und hat mitgezählt.
Sechs Festzelte zwischen Frühling und Leonhardi, dazu Partyservice durchs ganze Winterhalbjahr, drei Generationen im Einsatz, Mann an der Schank, Tochter in der Küche, ihr fahrt hin und her — knallts da nicht auch mal?
Ehrlich gesagt gibt es bei uns keine Konflikte. Wenn wirklich was unklar ist, wird’s ausgeredet. Wir entscheiden eh nie was alleine — man fragt immer die Familie mit. Vor allem unsere Christina, die ist schon ganz früh mit ins Büro gekommen. Wir reden vielleicht nicht ständig, weil jeder so beschäftigt ist. Aber wenn man redet, dann ehrlich.
Viele andere Festwirte haben dieses Jahr die Preise erhöht — ihr nicht. Warum?
Wir haben festgestellt, dass die meisten erhöht haben — und gesagt: Wir bleiben jetzt so. Dafür haben wir die Löhne ein bisschen angehoben. Unsere Leute sollen sehen, dass wir’s wertschätzen, dass sie immer Zeit für uns haben. Und es gab tatsächlich Familien, die mit ihren drei Kindern jeden Tag da waren — das macht eben auch der Preis aus.
Danke für das Gespräch!
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