Drei Fragen an Florian Hornsteiner – Warum der Tegernsee Marsch mehr ist als ein Event

Einmal um den Tegernsee – zu Fuß, ohne Zeitdruck. Florian Hornsteiner organisiert mit dem Tegernsee Marsch ein Format zwischen Bewegung und Entschleunigung. Warum das viele anspricht, erzählt er im Gespräch.

Von: Redaktion| Veröffentlicht am 26. März 2026

Der Unternehmer Florian Hornsteiner in seinem Reich der Coworkerei in Dürnbach. Foto: Julia Jäckel

Du bewegst dich zwischen Coworking, Segeln und Events – und planst jetzt den Tegernsee Marsch. Was ist die Motivation dahinter?

Der Tegernsee Marsch wabert schon relativ lang durch unsere Köpfe. Es war aber nie der richtige Zeitpunkt. In den letzten Jahren wächst diese Wander-Community aber sehr stark, mit Formaten wie Megamarsch oder Mammutmarsch.

Wir haben Anfang des Jahres mit der Streckenkonzeption begonnen und dabei festgestellt, wie wahnsinnig schön es bei uns ist. Man muss manchmal zu Fuß gehen und langsamer werden, um zu kapieren, in welchem unfassbaren Glück wir hier leben dürfen.

Dann haben wir das an ein paar Partner geschickt und über unsere Kanäle gespielt – und waren ziemlich überwältigt. Wir sind jetzt bei rund 300 Anmeldungen innerhalb von etwa zehn Tagen. Das spricht eine ganz andere Klientel an als unsere klassischen Ausdauerevents.

Für wen ist der Marsch gedacht – und was braucht es dafür?

Er ist für alle geeignet. Wir haben ab Jahrgang 2015 die Anmeldung freigegeben, weil viele Eltern gefragt haben, ob sie mit ihren Kindern wandern dürfen.

Die 30 Kilometer sind tatsächlich zu schaffen, auch mit Kindern. Es gibt kein Zeitlimit, man kann zwischen 10 und 13 Uhr starten, und es gibt viele Ausstiegspunkte. Wenn man es nicht schafft, kann man mit Bus, Bahn oder Boot zurück nach Gmund fahren.

Die Strecke ist gut abgesichert und beschildert, es gibt Verpflegungsstationen und einen GPS-Track. Die 30 Kilometer sind sehr niederschwellig und eine gute Möglichkeit, so eine Distanz überhaupt mal auszuprobieren.

Die 50 Kilometer mit 1.500 Höhenmetern sind dagegen eher etwas für erfahrene Wanderer. Das ist ein ordentliches Brett – vor allem mental, aber natürlich auch körperlich.

Du organisierst seit Jahren Events in der Region. Was reizt dich an diesem Format besonders?

Wir sehen, dass wir hier eine andere Zielgruppe erreichen als bei leistungsorientierten Ausdauersportveranstaltungen. Das finde ich spannend.

Ich bin die 30 Kilometer vor zwei Wochen selbst gegangen – und muss sagen, das ist wirklich herausfordernd. Wandern wird oft unterschätzt.

Und genau das macht den Reiz aus: sich auf den Weg machen, langsamer werden und die Region nochmal anders erleben.

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