Drei Fragen an Michi Mayr

Grüner Bürgermeisterkandidat für Rottach-Egern

Ein Handwerker will ins Rathaus: Warum der Rottacher Bürgermeisterkandidat und Grüne auf Ehrlichkeit, Praxisnähe und mutige Veränderungen setzt.

Von: Redaktion | Veröffentlicht am 09. Dezember 2025

Hat noch gut Lachen. Zum Gespräch mit einem, der wissen will, was geht. Foto: Julia Jäckel

Du kandidierst als Bürgermeister für Rottach-Egern. Warum sollten wir dich wählen?

Ich bin am Tegernsee geboren, lebe in Rottach-Egern. Ich bin hier verwurzelt, seit über 25 Jahren führe ich hier meine eigene Spenglerei, seit einigen Jahren bin ich Gemeinderat. 

Ich sehe täglich, was die Menschen wirklich beschäftigt: Wohnen, Verkehr, Natur, wirtschaftliche Perspektiven. Ich möchte, dass Rottach-Egern lebenswert bleibt – für alle Generationen. Dafür braucht es einen Bürgermeister, der zuhört, anpackt und Entscheidungen transparent erklärt.

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Hast du konkrete Pläne für Rottach-Egern, die dir besonders am Herzen liegen?


Ich habe mehrere konkrete Pläne, die mir sehr wichtig sind. Beim Verkehr möchte ich Rottach-Egern leiser und sicherer machen – mit Tempo 30 dort, wo Menschen wohnen und Kinder unterwegs sind.

Gleichzeitig will ich die Energiewende vor Ort voranbringen: weg von fossilen Brennstoffen, hin zu Wärmepumpen, Photovoltaik, Windkraft und der Nutzung von Seethermie – idealerweise in Verbindung mit einem Hallenbad in Rottach-Egern. In der Mobilität setze ich auf Alternativen zum SUV, zum Beispiel mehr Angebote und Raum für Lastenräder. 

Für mich ist die Seestraße die schönste Straße am See, wenn nicht der viele Verkehr wäre, also kann man überlegen eine Einbahnstraße oder eine Fußgängerzone zu gestalten. 

Andere Gemeinden haben solche Lieblingsplätze der Bürger und Gäste auch sehr erfolgreich genutzt. Es wäre doch schön, wenn wir mit unseren Kindern die Seestraße entlang bummeln könnten.

Viele Bürgermeisterkandidaten versprechen im Wahlkampf Bürgerbeteiligung und Transparenz. Aber manchmal muss man als Bürgermeister unpopuläre Entscheidungen treffen. Wie gehst du damit um, wenn das, was die Mehrheit will, nicht unbedingt das Beste für die Gemeinde ist?

Als Handwerker lernt man: reden hilft nichts, wenn am Ende das Dach nicht dicht ist. Ich bin es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen, Lösungen zu finden und auch mal unangenehme Wahrheiten auszusprechen – zum Beispiel, wenn etwas teurer wird oder länger dauert. 

Diese Ehrlichkeit und Bodenständigkeit möchte ich ins Rathaus bringen. Ich komme aus der Praxis, nicht aus einer Parteikarriere, und kenne die Sorgen von Betrieben, Beschäftigten und Familien aus dem eigenen Alltag.