Drei Fragen an Andi Hauber, Pächter Tegernseer Hütte

Seit 17 Jahren arbeitet er auf der Hütte, heute ist er Pächter. Über Lebensvollzug, Salz im Essen und die Frage, warum ein Akkuschrauber manchmal wichtiger ist als Romantik im Bergbetrieb.

Von: Redaktion| Veröffentlicht am 15. Mai 2026

Andreas Hauber ist dieses Jahr alleiniger Pächter der Tegernseer Hütte. Foto: Andreas Hauber / Team

Seit 17 Jahren bist du auf der Hütte – erst angestellt, jetzt als Pächter. Was treibt dich an?

„Was mich grundsätzlich antreibt, ist eigentlich Lebensvollzug. Also das, was aus mir rauskommt, was ich in mir entdecke. Und Berg ist sowieso immer gut. Ich war schon als kleines Kind gern in den Bergen. Dass ich irgendwann mal da lande, war eigentlich nicht überraschend. Mittlerweile ist es einfach ein schöner, vielseitiger Beruf geworden. Da steckt vieles drin, was mich interessiert.

Was muss man können, wenn man eine Berghütte betreibt?

Einen Akkuschrauber bedienen können, ist gut. Kettensäge auch. Holz spalten hilft. Zu wissen, wie viel Salz ins Essen kommt, auch – wobei ich selbst eher zur Überwürzung neige. Grundsätzlich soll bei uns jeder alles können, aber nicht jeder muss alles machen. Da schaut man einfach: Wer hat worauf Lust? Wer kann was gut? Und manchmal sollte jemand halt besser nicht kochen oder nicht bedienen, wenn er schlecht drauf ist.

Worüber denkt niemand nach, bevor eine Hütte in die Saison startet?

Über die Bio-Toiletten wahrscheinlich. Der erste große Akt vor Saisonbeginn ist bei uns das Ausschaufeln. Klingt erstmal furchtbar, aber mit den Helfern vom Alpenverein ist das immer eine richtig gute Gemeinschaftsaktion. Dieses Jahr waren’s 18 Fässer. Eine knappe Tonne. Und tatsächlich freut man sich fast, wenn die Konsistenz gut ist. Schön sämig, locker – dann lässt es sich einfach besser schaufeln.

Danke für das Gespräch!

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