House-Event auf der Moni-Alm wirft Fragen auf

Ein angekündigtes House-Event auf der Moni-Alm fürs Wochenende ist kurzfristig abgesagt worden. Die Veranstaltung hatte sich gezielt an ein junges Publikum gerichtet. Jetzt kann die Party ein paar Wochen später starten.

Von: Redaktion | Veröffentlicht am 26. Januar 2026 | Aktualisiert 27. Januar 2026

Monialm: Ein Familienbetrieb im Suttengebiet. Foto: Julia Jäckel

Mit der Gemeinde Rottach-Egern wurde ein Verschiebetermin abgestimmt. Damit kann der „Almrausch“ am 21. Februar – unter Einhaltung klarer Auflagen – stattfinden. Dazu zählen die Anzahl der Gäste (max. 100) und dass nur drinnen gefeiert und Musik gemacht werden darf (von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr).

Ursprüngliche Meldung (26. Januar 2026)

Brisant ist weniger die Absage als der Umgang damit: Christian Köck (CSU), Noch-Bürgermeister von Rottach-Egern, erklärte auf Nachfrage, ihm sei das geplante Event zunächst nicht bekannt gewesen.

Erst heute habe er davon erfahren und die Durchführung untersagt. Man befinde sich „mitten im Winter und die Veranstaltung geht so auf gar keinen Fall“. Zudem hätte die Party mit dem Titel „Almrausch“ angezeigt werden müssen.

Auch dem Landrat Olaf von Löwis war das geplante Event nicht bekannt.

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„Die Moni-Alm liegt in einem sensiblen Bereich, unmittelbar angrenzend an ein FFH-Gebiet“, erklärt Köck weiter.

Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Veranstaltungen – insbesondere mit Blick auf Lärm, Besucheraufkommen und Verkehr. Vor diesem Hintergrund ist die Frage, wie solche Events kommuniziert, genehmigt und kontrolliert werden, im Tegernseer Tal nicht neu.

Erst kürzlich hatte eine Techno-Party auf dem Wallberg für überregionale Aufmerksamkeit und Diskussionen gesorgt. Auch dort ging es um den Spagat zwischen Eventkultur, Naturschutz und politischer Steuerung.

Die Betreiberin der Moni-Alm äußerte sich zur konkreten Absage zurückhaltend. Sie verwies auf private Gründe und darauf, dass die Veranstaltung lediglich verschoben worden sei. Zudem habe es sich um ein kleineres Event mit rund 100 Gästen gehandelt.

Was die Perspektive der Gastronomie betrifft, wurde sie sehr deutlich: „Wenn die alle hier im Tal so weitermachen, dann haben wir in zehn Jahren hier Totentanz“, sagte sie. Und weiter: „Für Familien oder für junge Leute – das sag ich – wird doch gar nichts mehr geboten.“

Die Veranstalter von Houseraush haben in der Vergangenheit auch Partys in München, in der Sassa Bar und auf Gut Kaltenbrunn organisiert. Die Party sollte tagsüber stattfinden. Eine Stellungnahme steht noch aus.